DCS EH-36SS Manuale Utente Pagina 99

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V. Diskussion
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die Nebenwirkungen des Fadenokklusionsmodells eine Reihe aussichtsreicher
Substanzen falsch-negativ getestet und daher nicht weiter verfolgt wurden.
Einschränkend muss jedoch auch erwähnt werden, dass die mangelnde
Übertragbarkeit der mit der Faden-Technik gewonnenen Erkenntnisse auf den
Menschen nur für permanente MCA-Verschlussmodelle gilt.
Klinische Studien zeigen, dass der Gefäßbefund bei Schlaganfallpatienten sehr
heterogen ist. Häufig finden sich passagere Gefäßverschlüsse, die durch spontane
Thrombolyse nach unterschiedlich langer Zeit rekanalisieren, aber auch permanente
Gefäßverschlüsse sowie Mischbilder (Fragmentierung größerer Thromben in
proximalen Hirnarterien mit Embolisation in distale, kleinere Gefäße). Diese
heterogenen Gefäßbefunde lassen sich im Tiermodell kaum adäquat abbilden. Als
Kompromiss wurde von einer Expertenkommission („Stroke Therapy Academic
Industry Round Table“) gefordert, dass neuroprotektive Substanzen in permanenten
und auch in transienten MCA-Verschlussmodellen getestet werden sollten, um der
unterschiedlichen Pathophysiologie zwischen permanenter Ischämie und der
Ischämie-Reperfusionssituation Rechnung zu tragen.
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Die Wirksamkeit potenzieller
neuroprotektiver Substanzen sollte unter beiden Bedingungen belegt sein, bevor eine
weitergehende klinische Testung erfolgt.
Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen, dass sich durch den Einsatz des
Makrosphärenmodells zur Simulation von permanenten Gefäßverschlüssen die
Übertragbarkeit der so gewonnenen Ergebnisse auf den Menschen weiter
verbessern lässt. Zur Simulation von Ischämie-Reperfusionsbedingungen kann
weiterhin das Fadenmodell verwendet werden, sofern die Ischämiedauer 90 Minuten
nicht übersteigt, da unter diesen Bedingungen keine Hypothalamusinfarkte und
pathologische Hyperthermien auftreten.
7. Weitere Anwendungen für das Makrosphärenmodell: In-bore-
Okklusion
Untersuchungen des ischämischen Schadens innerhalb der hyperakuten Phase des
Schlaganfalls waren bis dato nur schwer möglich, da der experimentelle Schlaganfall
gewöhnlich außerhalb des Kernspintomographen induziert wird. Die Zeit, die benötigt
wird, um die Tiere innerhalb des Kernspintomographen zu platzieren und den MRT-
Scanner zu adjustieren (typischerweise zwischen 20 bis 40 Minuten), führt dazu,
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