DCS EH-36SS Manuale Utente Pagina 14

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2 I. Einleitung
Zur Akutbehandlung ist lediglich die systemische Thrombolyse mit rtPA
(rekombinanter „tissue-type“ Plasminogen Aktivator) zugelassen. Diese kann nach
vorherigem Ausschluss einer Hirnblutung bis maximal 3 Stunden nach
Ischämiebeginn eingeleitet werden. Wegen der zahlreichen Komplikationen,
insbesondere die Einblutung in das Infarktareal, ist die Anwendung dieser Substanz
nur unter strenger Indikationsstellung und Beachtung zahlreicher Kontraindikationen
möglich. Daher wird dieses Therapieverfahren derzeit nur bei etwa 2-5% aller
Schlaganfallpatienten angewandt.
36,47,66,114,141
Zur Sekundärprophylaxe werden
sowohl Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure (ASS
®
) oder
Clopidogrel (Iscover
®
, Plavix
®
) als auch Coumadine (z.B. Marcumar
®
) eingesetzt.
36
Die bedrohlichste Komplikation in der Akutphase des ischämischen Schlaganfalls ist
die Ausbildung eines vasogenen Hirnödems.
5,63
Diese lebensgefährliche
Komplikation wird durch eine Erhöhung des extrazellulären Wassergehaltes
hervorgerufen.
5
Bei ausgedehnten, zerebralen Ischämien entwickelt das Hirnödem
einen erheblichen raumfordernden Effekt, der über die Verlagerung intrakranieller
Strukturen zur zerebralen Herniation führen kann. Dieser Mechanismus ist für die
überwiegende Zahl der Todesfälle in der Frühphase des Schlaganfalls
verantwortlich.
15,52
Ferner können die Erhöhung des intrakraniellen Drucks und die
resultierende lokale Kompression von Kollateralgefäßen in den Randzonen des
Infarktgebietes zu einer Minderung des regionalen zerebralen Blutflusses führen und
so sekundäre Hirnschäden verursachen und das Infarktvolumen vergrössern.
41
Die symptomatische Behandlung des erhöhten intrakraniellen Drucks wird unter
anderem mit Osmodiuretika, Hyperventilation, Tris-Puffer und Hypothermie
durchgeführt. Diese Therapiemöglichkeiten sind durch zahlreiche Nebenwirkungen
limitiert und führen zumeist nur zu einer kurzfristigen Verbesserung der klinischen
Situation.
5
Einzig die operative dekompressive Hemikraniektomie gewährleistet eine
dauerhafte Beherrschung der intrakraniellen Drucksituation. Dieses
Behandlungsverfahren ist jedoch wegen seiner hohen Invasivität umstritten und
kommt in den meisten Zentren daher derzeit lediglich in Einzelfällen als ultima ratio
zum Einsatz.
5,143
Da die Pathophysiologie des Schlaganfalls über weite Bereiche noch unzureichend
aufgeklärt ist und auch die Therapiemöglichkeiten begrenzt sind, wird der
experimentellen Schlaganfallforschung ein hoher Stellenwert beigemessen. In der
Entwicklung neuer Therapiestrategien zur Behandlung des akuten Schlaganfalls
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