DCS EH-36SS Manuale Utente Pagina 90

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78 V. Diskussion
Dies soll zu einem direkten MCA-Hauptstammverschluss führen und gleichzeitig
einen Verschluss der A. hypothalamica vermeiden.
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3. Lassen sich mit dem Makrosphärenmodell typische
Komplikationen des Fadenmodells vermeiden?
Wie eingangs ausgeführt stellt das 1986 von Koizumi
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eingeführte Fadenmodell die
am weitesten verbreitete Technik zur tierexperimentellen Induktion von Hirninfarkten
dar. Dieses Modell ist außerordentlich reproduzierbar bei gleichzeitig geringer
Invasivität und entsprechend geringen Mortalitäts- und Komplikationsraten. Allerdings
ist auch dieses Modell nicht frei von Nebenwirkungen, die die Übertragbarkeit der
gewonnenen Ergebnisse auf den Menschen beeinträchtigen können: So liegt ein
wesentlicher Nachteil dieser Technik in der Verlegung der A. hypothalamica, die aus
der distalen A. carotis interna entspringt. Die resultierende Infarzierung des
Hypothalamus führt innerhalb weniger Minuten zu einer schwerwiegenden Störung
der Temperaturregulation, die mit einem Anstieg der Körpertemperatur bis über 40°C
verbunden ist. Diese pathologische Hyperthermie, die bei Menschen nicht zu
beobachten ist, führt zu einer Aggravation der ischämischen Läsionen und kann
nachweislich die Wirksamkeit neuroprotektiver Substanzen beeinträchtigen.
94,106,171
Diese Nebenwirkung kann ausbleiben, wenn das Fadenokklusionsmodell zur
Induktion transienter Ischämien eingesetzt wird. Dabei wird der Faden zu einem
definierten Zeitpunkt zurückgezogen und so eine Reperfusion ermöglicht. Liegt
dieser Zeitpunkt unter 90 Minuten nach der Infarktinduktion kommt es zu einer
vollständigen Erholung des Hypothalamus. Eine Hyperthermie tritt nicht auf.
Eine weitere Komplikation, die bei der Verwendung dieses Models vorkommen kann,
liegt in dem unvollständigen Verschluss der A. cerebri media (durch eine
unzureichende Einführungstiefe des Fadens).
81,89,115
Deshalb wird von einigen
Arbeitsgruppen empfohlen, die korrekte Lage des Fadens mit Hilfe der Laser-
Doppler-Technik zur überprüfen. Dabei kann der Abfall des LCBF (lokaler zerebraler
Blutfluss) als Indikator für eine suffiziente Okklusion des Gefäßes herangezogen
werden. Allerdings erfordert diese Technik eine Kraniotomie mit den entsprechenden
Nebenwirkungen.
84,142
Eine weitere Komplikation des Fadenmodells liegt in der
Induktion subarachnoidaler Blutungen (durch Gefäßperforationen)
87,89,98
und in der
mechanischen Schädigung des Endothels, die theoretisch zur Bildung intraluminaler
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